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Brachytherapie

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Der Vorteil der Brachytherapie  liegt in der optimalen hohen Dosisverteilung direkt im Tumor, während das umliegende Gewebe nur geringfügig behandelt wird.

Die Brachytherapie erfolgt in der Regel als kleiner operativer Eingriff in Regionalanästhesie oder Narkose. Eine entscheidende Weiterentwicklung der Methode erfolgte an der Universitätsklinik für Radioonkologie in Wien. Dabei werden die optimalen Strahleigenschaften der Behandlungsform mit den modernsten Bildgebungsverfahren zur Bestrahlungsplanung kombiniert.

In der bildgestützten Brachytherapie werden 4-dimensionale Bilddaten (sowohl räumlich als auch zeitlich über den Therapieverlauf) zur optimalen Konstruktion und Platzierung der (temporären) Bestrahlungsimplantate im Körper, zur computergesteuerten Positionierung der Bestrahlungsquellen und zur laufenden Kontrolle der Stabilität der Implantate verwendet.

In der Behandlung von Gebärmutterhalskrebs ist die Universitätsklinik für Radioonkologie weltweit führend. Ein eigens in der Brachytherapieabteilung installiertes Magnetresonanztomographie- System erlaubt eine genaue Erfassung und Abgrenzung von Tumorgewebe zu umliegenden gesunden Organen. Darauf aufbauend werden speziell entwickelte minimal invasive Implantate vorübergehend im Tumor positioniert, um eine optimale Bestrahlung zu gewährleisten.

Ähnlich erfolgen bildgestützte Verfahren für Tumoren der weiblichen Brust, der Prostata, der Scheide und des Magen-Darmtraktes. Dazu kommen neben der Magnetresonanztomographie moderne Computertomographie- und Ultraschallmethoden zum Einsatz.

Darüber hinaus bietet die Brachytherapie in einzelnen Fällen auch in der Kopf-Hals-Region, dem Bronchialsystem, dem Auge und den Weichteilen auf den Patient:innen zugeschnittenen Therapiemöglichkeiten. In speziellen Situationen ermöglicht die Brachytherapie durch die zielgerichtete Dosierung auf kleine Areale auch bei Kindern eine optimale Therapieoption.