Skip to main content English

Kopf-Hals Tumoren

Ambulanzzeiten

Montag – Freitag nach Terminvereinbarung

Tel.: +43 1 40 400 – 26 650 (Leitstelle)
Tel.: +43 1 40 400 – 27 230 (Terminvereinbarung)


Gruppenleitung

Dr.in Gabriela Altorjai

Oberärztin

Gruppenleitung Kopf-Hals-Tumoren

Fachärzt:innen

Dr. Harald Herrmann

Oberarzt

Zu den Tumoren der Kopf-Hals-Region zählen alle bösartigen Tumoren (vor allem Plattenepithelkarzinome) mit Ausnahme der Tumoren des Gehirns oder von bösartigen Erkrankungen des blutbildenden Systems. Männer sind häufiger betroffen als Frauen.Als Hauptursache von Kopf-Hals-Tumoren gelten starkes Rauchen, vor allem in Verbindung mit Alkohol. Beim Nasen-Rachen-Karzinom spielen möglicherweise neben viralen Faktoren auch krebsverursachende Dämpfe (Benzpyrene und Antrhazene) eine Rolle.

Weitere Ursache: Mangelnde Mundhygiene. Frühe Warnsymptome wie  z.B. erste sichtbare und spürbare Hinweise auf Tumoren im Mund, chronische Schmerzen, andauernde Lymphknotenschwellungen die trotz Antibiotika nicht zurückgehen, werden häufig falsch eingeschätzt und nicht ernst genommen.

Kehlkopfkrebs (Larynxkarzinom)
Häufigster Krebs im HNO-Bereich. Meist von der Schleimhaut des Kehlkopfs ausgehender Tumor. Von 8 Patient:innen sind 7 Männer, vor allem über 60 Jahre. In den vergangenen Jahren erkranken jedoch zunehmen immer mehr Frauen (Rauchen!).

Mundhöhlenkarzinom
Mit dem erhöhten Tabakkonsum hat sich die Zahl der Krebserkrankungen der Mundhöhle in den vergangenen 20 Jahren verdoppelt. Besonders häufig sind Männer über 40 betroffen.

Nasen-Rachen-Karzinom
Betroffen sind in den meisten Fällen ältere Menschen über 70 Jahre. In Süd-Ost-Asien, wo das Nasen-Rachen-Karzinom häufiger vorkommt, erkranken auch viele Kinder.  Hier besteht ein Zusammenhang mit viralen Faktoren (EBV-Virus).

Rachen-Karzinom
Kommt ebenfalls vor allem im 6. bis 7. Lebensjahrzehnt vor. Gerade Rachenwand-Karzinome werden oft spät entdeckt.

Speicheldrüsenkrebs (Parotis- und Submandibulariskarzinom)
Langsam wachsende Tumoren, deren Ursachen kaum bekannt sind. Nahezu alle Altersgruppen sind betroffen, insbesondere aber Patient:innen zwischen dem 40ten und 70ten Lebensjahr.

Unsere Klinik bietet folgende Therapiemöglichkeiten:
Um jedem/jeder Patient:in die optimale Therapie anzubieten stimmen wir unsere Therapie mit allen behandelnden Ärzt:innen im AKH (mit den zuständigen Chirurg:innen der HNO-Klinik und der Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie, Internistischen Onkolog:innen, Radiolog:innen und Strahlentherapeut:innen) ab.
Ein Grossteil unserer Patient:innen kann ambulant behandelt werden, so dass er/sie nicht auf die häusliche Geborgenheit verzichten muss.

In der Regel planen wir unsere Therapie nach den folgenden Kriterien:  

Tumoren im Frühstadium
Kleinere Tumoren werden zumeist entweder nur operativ entfernt oder auch primär bestrahlt.

Fortgeschrittene Tumore ohne Fernmetastasen
(Metastasen ausserhalb des Kopf-Halsbereiches): Bei größeren Tumoren kann entweder eine Kombination aus Operation und Bestrahlung oder eine alleinige Bestrahlung in Kombination mit Chemotherapie empfohlen werden. In letzter Zeit kann auch ein Antikörper gegen den EGFR in Kombination mit Strahlentherapie bei denjenigen Patien:innen eingesetzt, die eine Chemotherapie nicht vertragen.  

Tumoren mit Fernmetastasen
Haben sich sogenannte Fernmetastasen ausgebildet, wird oft eine alleinige Chemotherapie empfohlen, es kann auch in speziellen Situtationen aber auch eine Bestrahlung sinnvoll sein.

Rezidivtumore (Wiederauftretende Tumoren nach vorangegangener Therapie)
Trotz einer erfolgreichen Therapie kann es innerhalb einiger Jahre zu einem erneutem Auftreten von Tumoren kommen. In diesen Fällen können wir häufig noch weitere Therapien anbieten, wie z.B. eine Wiederbestrahlung alleine oder in Kombination mit Chemotherapie oder auch mit einer Antikörpertherapie. Die Universitätsklinik für Radioonkologie hat auf diesem Gebiet eine grosse Erfahrung.
Wir nutzen neueste Technologien in der Bestrahlung von Tumoren der Kopf-Halsregion: Beim Einsatz der intensitäts- modulierten Radiotherapie (IMRT) oder auch von stereotaktischen Techniken hat die Klinik für Radioonkologie an der Medizinischen Universität Wien und am AKH eine führende Rolle in Österreich inne.