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Gynäkologische Tumoren

Ambulanzzeiten

Montag – Freitag nach Terminvereinbarung

Tel.: +43 1 40 400 – 26 650 (Leitstelle)
Tel.: +43 1 40 400 – 27 230 (Terminvereinbarung)


Gruppenleitung

Dr.in Alina Sturdza

Oberärztin

Gruppenleitung Gynäkologische Tumoren

Fachärzt:innen

Dr. Johannes Knoth

Oberarzt

Tumoren der Gebärmutter und des Gebärmutterhalses sind die dritthäufigste Krebsart bei Frauen. Etwa 20 von 100 000 Frauen pro Jahr vor allem der Altersgruppen 35 - 45 und 65 - 75 sind betroffen. Um allen Patient:innen die optimale Therapie anzubieten, stimmen wir unsere Therapie mit allen behandelnden Ärzt:innen im AKH (Gynäkolog:innen, internistischen Onkolog:innen, Radiolog:innen und Strahlentherapeut:innen) ab. Die Fälle werden dabei einmal wöchentlich in den sogenannten "Tumorboards" diskutiert. Häufig besteht die Strahlentherapiebehandlung bei gynäkologischen Krebserkrankungen aus einer Kombination von Teletherapie, Chemotherapie und Brachytherapie. Die Teletherapie kann ambulant durchgeführt werden, so dass Sie nicht auf die häusliche Geborgenheit verzichten müssen. Für die Chemotherapie erfolgt in aller Regel eine stationäre Aufnahme an einer unserer beiden Bettenstationen zur sicheren Durchführung und Nachbeobachtung. Am nächsten Tag kann das AKH normalerweise wieder verlassen und die Therapie ambulant fortgesetzt werden. Während des Zeitraums der Brachytherapie ist eine kurze stationäre Aufnahme notwendig.

Die Durchführung unserer Therapie orientiert sich an den neuesten Technologien im Bereich der Bestrahlung sowie internationaler Evidenz. Bei der Brachytherapie hat unsere Klinik österreichweit und international eine führende Rolle inne.

Wir behandeln jährlich ca. 150 Patienti:nnen mit den unterschiedlichsten gynäkologischen Tumorerkrankungen, mehr als jedes andere Zentrum in Österreich. Dementsprechend verfügt die Universitätsklinik für Radioonkologie über einen breiten Erfahrungsschatz auch bei seltenen Erkrankungen oder komplizierten Fällen.

Erforderliche Unterlagen:
Damit die Erstvorstellung an unserer Ambulanz reibungslos von Statten gehen kann bitten wir Sie, möglichst alle vorhandenen ärztlichen Unterlagen mitzubringen. Von besonderer Wichtigkeit sind:

  • Alle bisher angefertigten Röntgen-, CT-, und MRT-Bilder inkl. schriftlicher Befunde und CDs, DVDs
  • Histologischer Befund
  • Falls vorhanden: OP-Bericht

Spezielle Bestrahlungstechniken
Im Allgemeinen erfolgt die Bestrahlung des Beckens mittels IMRT-bzw. VMAT-Spezialtechnik. IMRT (intensitätsmodulierte Radiotherapie) und VMAT (volumetrisch modulierte Bogenbestrahlung) sind aufwändige Bestrahlungstechniken, mit denen eine besondere Schonung des umliegenden gesunden Gewebes erreicht werden kann. Ihr behandelnder Arzt wird beim Aufklärungsgespräch die Art der Bestrahlung ausführlich erklären.

Tumoren

Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom)
Als Ursachen für Zervixkarzinome gelten Infektionen mit Human-Papilloma-Viren (HPV). Derzeit wird eine vorbeugende Impfung gegen diese Virus-Infektionen viel diskutiert und bereits empfohlen. Weitere Ursachen, die ein Zervixkarzinom begünstigen können: Rauchen, häufig wechselnde Geschlechtspartner, hohe Geburtenzahl. Die Strahlentherapie des Zervixkarzinoms kann eine Operation in vielen Fällen ersetzen, vor allem in lokal fortgeschrittenen Stadien. In den letzten Jahren hat sich durch die Radiochemotherapie und zuletzt durch die wegweisenden Fortschritte in der bildgestützten Strahlentherapie und Brachytherapie eine deutliche Verbesserung der Behandlungsmöglichkeiten ergeben.

Gebärmutterkrebs (Endometriumkarzinom)
Krebs-Erkrankungen der Gebärmutter treten gehäuft nach den Wechseljahren auf und werden im Gegensatz zum Gebärmutterhalskrebs in der Regel nicht durch Vorsorgeuntersuchungen entdeckt. Sie machen sich häufig durch plötzlich auftretende, unerwartete Blutungen bemerkbar. Gebärmutterkrebs wird meistens mit einer Operation behandelt. Die Strahlentherapie nach einer Operation dient dazu, die Heilungswahrscheinlichkeit zu erhöhen.

Vulvakarzinom
Das Vulvakarzinom entsteht an den äußeren weiblichen Genitalien. Meistens entsteht die Krankheit langsam über viele Jahre. Risikofaktoren sind Alter und Infektionen mit Humanen Papillomaviren. Das Vulvakarzinom wird meistens mit einer Operation behandelt. Selbst wenn der Chirurg den gesamten Tumor entfernt hat, kann eine Strahlentherapie notwendig sein, um die Heilungswahrscheinlichkeit zu erhöhen. In manchen Fällen wird eine alleinige Strahlentherapie in Kombination mit Chemotherapie gegeben. Eine Strahlentherapie kann unter Umständen verabreicht werden, um einen Tumor vor der Operation zu verkleinern.

Vaginalkarzinom
Das Vaginalkarzinom ist eine sehr seltene Erkrankung der Scheide. Die Strahlentherapie in Kombination mit Chemotherapie ist in vielen Fällen die primäre Behandlung und ersetzt häufig die Operation.
Rezidivtumore (Wiederauftretende Tumoren nach vorangegangener Therapie)
Trotz einer erfolgreichen Therapie kann es innerhalb einiger Monate oder Jahre zu einem erneuten Auftreten von Tumoren kommen. In diesen Fällen können wir häufig noch weitere Therapien anbieten, wie z.B. eine Wiederbestrahlung alleine oder in Kombination mit Chemotherapie. Die Universitätsklinik für Strahlentherapie kann auf diesem Gebiet eine große Expertise aufweisen.

Rezidivtumore (Wiederauftretende Tumoren nach vorangegangener Therapie)
Trotz einer erfolgreichen Therapie kann es innerhalb einiger Monate oder Jahre zu einem erneuten Auftreten von Tumoren kommen. In diesen Fällen können wir häufig noch weitere Therapien anbieten, wie z.B. eine Wiederbestrahlung alleine oder in Kombination mit Chemotherapie. Die Universitätsklinik für Strahlentherapie kann auf diesem Gebiet eine große Expertise aufweisen.